3. Preis im Realisierungswettbewerb | 08.2022

Neubau der Stadthalle Tivoli in Kastellaun


Die Jury erachtet die Besonderheit des Entwurfes  in der städtebaulichen Positionierung des Baukörpers:
“Der kompakte schmale Baukörper verläuft entlang der Straße Hasental und fasst hier die Straßenkante.  Durch diese Positionierung wird der nordöstliche Bereich größtmöglich freigespielt. Es entsteht ein großzügiger, begrünter Außenraum, der sich von der Zeller Straße über die Gartenbereiche
der Wohnbebauung optisch bis hinauf zur Burg zieht. Die Intention der Verfasser, somit den Blick zur Burg freizulegen, wird positiv gewürdigt.  . . .
Die Funktionen und Abläufe sind gut organisiert. Die Andienung auf der Seite des  Hasentals wird positiv hervorgehoben. Die Lage des Eingangs ist durch die Überhöhung des Baukörpers klar kenntlich gemacht und sitzt an der richtigen Stelle. Anschließend hieran ist folgerichtig zur Straße der kleine Saal ausgerichtet. Die Ausrichtung des Saals zur Straße und zum großen Außenbereich schafft gute Einblicke. Die Ausblicke auf die Burg werden vom Innenbereich leider nicht ermöglicht. Diese lässt sich nur vom Foyer aus wahrnehmen. Gelungen ist der Blick vom Eingang durch das Foyer Richtung Burg. Die Höhenentwicklung des Baukörpers im Zusammenspiel mit der Burg wird positiv bewertet, die differenzierte, feine Gliederung der Fassade ebenfalls. Positiv angemerkt wird die Materialität - viel Holz, wenig Beton. Insgesamt handelt es sich bei dem Entwurf um einen sehr eigenständigen, gut durchdachten, ansprechenden Beitrag, der Aufgrund der Ausrichtung aber auch kontrovers diskutiert wurde.” (Auszug aus der Jurybeurteilung)


Team
Michael Schanné mit Paula Urig-Schon, Maryse Parr, Sascha Pawlik und Johannes Kassel




Anerkennung im Realisierungswettbewerb | 06.2022

Neubau Bürger und Vereinshaus mit
Freiwilliger Feuerwehr, Eltersdorf

„Die Jury begrüßt die klare städtebauliche Setzung des 3-geschossigen Neubaus mit giebelständigen Doppelsatteldach, welches die dörfliche Geschichte und Räumlichkeit Eltersdorfs gelungen interpretiert. Auch der Freiraum wird gut gegliedert und bietet mit einem großen, straßenübergreifenden Vorplatz und rückwärtigem Garten eindeutige Funktionszuordnungen, die jedoch im Detail nicht weiter ausgearbeitet werden. [...]

Die architektonische Gestaltung folgt in Maßstäblichkeit und Rhythmus dem vorgeschlagenen Holzbauthema, die Außenhaut aus Lärche verspricht eine schöne Alterung. Auch unter Nachhaltigkeitsaspekten überzeugt der konsequente Holzbau, der um eine Kombination aus Photovoltaik und RW-Nutzung ergänzt wird. Die Wirtschaftlichkeit bewegt sich hinsichtlich der Kennzahlen und Flächenwerte im guten Mittelfeld, wird aber durch die Anordnung einer Tiefgarage etwas geschwächt. Die Realisierbarkeit scheint bei Einhaltung der Abstandsflächen und robusten Sicherheitsabständen in den Verkehrsbereichen gegeben. Insgesamt ein vor allem städtebaulich und typologisch überzeugender Beitrag, der in der gestalterischen und funktionalen Ausformung einzelne Schwachpunkte erkennen lässt. ” (Auszug aus der Jurybeurteilung)


Team
Michael Schanné mit Alexandra Jäger, Sascha Pawlik und Johannes Kassel





2. Preis im Realisierungswettbewerb | 06.2022

Neubau Hauptfeuerwache, Trier

„Der Entwurf nimmt sich entlang der Südallee und damit gegenüber der Weltkulturerbestätte „Kaiserthermen“ in einer im Wesentlichen nur zweigeschossigen Bauweise zurück. Die viergeschossige Betonung an der nordwestlichen Ecke nimmt den Duktus des angrenzenden Stadtbades auf, adressiert die Feuerwehr und markiert gleichzeitig deutlich den Haupteingang.  Das Verhältnis der Überhöhung wird kritisch diskutiert und sollte gerade im Bezug zur Silhouette des Stadtbades geprüft und ggf. reduziert werden.  Der Kopfbau wird in seiner obersten Etage mit einem überhöhten Geschoss für die Sporthalle genutzt. [...]

Positiv wird die Gliederung der Fassade entlang der Südallee in der Tiefe durch das zurückspringende Erdgeschoss gesehen, wodurch die zurückhaltende Erscheinung in der Gliederung gegenüber den Kaiserthermen weiter unterstützt wird. [...] Die funktionalen Aspekte werden nutzerseitig als sehr gut bewertet, insbesondere die Trennung der schwarz-weiß-Bereiche, der kurzen Wege innerhalb des Gebäudes und der Aufenthaltsqualität, sowohl im Gebäude als auch in den Freianlagen.  Die Ausbildung der Baukörper um einen zentralen Innenhof ermöglicht einen großzügigen zusammenhängenden Übungshof.Die Anordnung der integrierten Leitstelle wird hinsichtlich der Sicherheitsaspekte (Lage innerhalb des Gebäudes, Abstand zur Bahnlinie, Einsehbarkeit von außen) als gut bewertet. Insbesondere die Ausrichtung des Disponentenraumes nach Norden ermöglicht eine gute Tageslichtnutzung.” (Auszug aus der Jurybeurteilung)





1. Preis im Realisierungswettbewerb | 03.2022

Mittelschule Nord-Ost Oberhaunstadt, Ingolstadt


„Die Verfasser:innen setzen einen langen, sauber gegliederten und über zurückgesetzte Treppenhäuser im Süden und Terrassenflächen im Norden auch gut rhythmisierten Riegel an die Südseite das Baugebietes. Drei wohl proportionierte Höfe mit thematisch klaren Zuordnungen zu den jeweiligen Nutzungen geben der Länge im Inneren eine angenehme Orientierung. [...]

Am Eingang liegen die großzügigen, bestens zueinander angeordneten und auch separat bespielbaren gemeinschaftlichen Bereiche, die auch gut mit dem Außen verzahnt sind. Die südliche Schulstraße führt vorbei an den Höfen mit den Treppenaufgängen zu den Lernclustern. Alle weiteren für die Schulgemeinschaft wichtigen Räume sind hier gut auffindbar angeordnet. Am Ende liegt die ebenerdige Sporthalle mit direktem Zugang zur Freisportfläche. [...] Die Clustereinheiten im Obergeschoss lassen kaum Wünsche offen, das pädagogische Konzept ist in die räumliche Anordnung umgesetzt. Das interne Forum wird jeweils über einen Einschnitt zum Hof großzügig belichtet. Die Flächen stimmen hier, während dies leider nicht für die zu knapp dimensionierten im EG liegenden Verwaltungs-, Lehrer- und Fachräume zutrifft. [...] Die Wahl Holz, die aufgrund der rationalen Anordnung der Funktionen entwickelten einfachen konstruktiven Entscheidungen, der Verzicht auf Eingrabung und Überbauung der Sporthalle stehen exemplarisch für einen sparsamen und nachhaltigen Materialeinsatz und damit auch für günstige Kosten. [...]

Insgesamt ist diese Arbeit ein angenehm rationaler und damit wirtschaftlicher Beitrag, der für das Schuleben eine Vielzahl an sehr schönen Aufenthaltsräumen bietet, die über ein klares und zugleich raffiniertes Erschließungssystem zu einem kommunikativen Ganzen zusammengefasst werden.” (Auszug aus der Jurybeurteilung)

Michael Schanné mit und Sascha Pawlik und Georgi Nikolov

Abbildungen AV1 Architekten GmbH ©





Engere Wahl im Realisierungswettbewerb | 01.2022

Neubau Edith-Stein-Schule, Ravensburg

„Der Entwurf setzt einen sehr kompakten Baukörper im Westen des Planungsgebiets. Damit zeigt sich die Schule prägnant zur Ulmer Straße und ermöglicht zugleich einen großen Freibereich im Osten des Planungsgebiets, der als großzügiges Entrée zum Schulbereich dient und für eine zukünftige Bebauung offensteht. [...]

Der Neubau adressiert sich mit einem hohen Erdgeschoss mit seinem Eingang nach Osten und mit dem zentralen, gemeinschaftlich genutzten Markplatz und Foyer mit Luftraum nach Süden. Im 1.OG befindet sich der Verwaltungsbereich in räumlichem Bezug zum Marktplatz. Die klar gegliederten Grundrisse und die funktionale Anordnung der einzelnen Nutzungsbereiche um drei Atriumhöfe sind sehr gut nachvollziehbar. Die Fachbereiche liegen in einer Kernzone an den Lichthöfen, während die Lernbereiche an der Fassade angeordnet sind. [...]

Insgesamt bietet der Entwurf einen spannenden Beitrag zum Wettbewerb, der in seiner Kompaktheit und Maßstäblichkeit überzeugt, [...].” (Auszug aus der Jurybeurteilung)

Michael Schanné mit Johannes Kassel, Maryse Parr und Sascha Pawlik

Visualisierung AV1 Architekten GmbH ©




Berlin, Kaiserslautern DE